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16.10.2018

FLUMIAS

Ein Mikroskopexperiment für die ISS

In einem Verbundvorhaben des Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e. V. (DLR) in Bonn besteht die Aufgabe darin, ein Mikroskop für Experimente in der Gravitationsbiologie zu entwickeln.

FLUMIAS steht für die Anwendung der konfokalen Fluoreszenzmikroskopie zur Beobachtung von Strukturen und Vorgängen in lebenden Zellen im Bereich von Mikro- bis zur Erdgravitation, also µg bis 1 g. Vorgängermodelle kamen schon auf Parabelflugkampagnen (A300 ZERO-G) und auf Höhenforschungsraketen (TEXUS) zum Einsatz.

In Kooperation mit dem Hauptauftragnehmer Airbus DS in Friedrichshafen wird RST sowohl das Elektronikdesign hauptsächlicher Bestandteile, wie Stromversorgung, Lebenserhaltung, Host-Computer und Zentrifugenelektronik, als auch deren Softwareentwicklung und ‑implementierung übernehmen.

Die Herausforderungen bestehen darin, eine zuverlässige Elektronik zu entwickeln, die in einem hochgenau abgestimmten opto-elektromechanischem System sowohl ein autarkes als auch interaktives Abarbeiten von 6 verschiedenen lebenden Zellkulturen und nicht zuletzt auch die Lebenserhaltung dieser bis zur Experimentdurchführung sichert.

Seit 2014 konnten eine Prototypen-Vorstudie und die Raumfahrtphase A erfolgreich abgeschlossen werden.

In der kommenden Phase B, die sich über einen Zeitraum von 10 Monaten erstreckt, werden die technische Lösung für das in Phase A gewählte Systemkonzept bestimmt, die Systemanforderungen begutachtet und festgelegt und mit den Entwürfen begonnen.

Die Anlage FLUMIAS-ISS soll Mitte/Ende 2021 zur ISS starten.

Mehr Informationen finden Sie unter anderem unter folgendem Link: www.dlr.de

 

 

 

 

Abbildung: FLUMIAS FM – Experiment-Modul auf der DLR - TEXUS-52 - Mission